Einführung in Grüne Gase – Chancen grenzüberschreitend gedacht
Nachbericht:
Am 6. Februar fand ein Webinar zum Thema Grüne Gase statt. Knapp 50 Teilnehmer:innen aus Wirtschaft, Forschung und öffentlichem Sektor informierten sich über deren Einsatzmöglichkeiten und Potenziale.
Nach der Begrüßung gab Prof. Dr. Raimund Brotsack vom Technologiezentrum Energie der Hochschule Landshut einen umfassenden Einblick in das Thema. Zu Beginn ging er auf die Energieabhängigkeit der Europäischen Union ein. Er zeigte auf, dass die EU stark auf Energieimporte angewiesen ist. Allein Deutschland importiert jährlich rund 74,1 Milliarden Normkubikmeter Erdgas. Grüne Gase können laut Prof. Brotsack helfen, diese Abhängigkeit zu verringern.
Ein Schwerpunkt seines Vortrags lag auf grünem Wasserstoff, der ausschließlich durch Elektrolyse aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Daneben stellte er Biomethan vor, das durch die Verarbeitung von Biomasse in Biogasanlagen entsteht. Grüner Wasserstoff und Biomethan gelten als Grüne Gase und können Erdgas ersetzen. Prof. Brotsack erklärte, wie sie kombiniert und in regionale sowie nationale Energiesysteme integriert werden können.
Zum Abschluss seines Vortrags zeigte er verschiedene Anwendungsmöglichkeiten auf – etwa in kommunalen Betrieben oder innerhalb von Energiegemeinschaften. Er betonte, dass Grüne Gase ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen Energiezukunft sind.
Im Anschluss hatten die Teilnehmer:innen noch die Gelegenheit, Fragen zu stellen und den Blickwinkel von anderen Teilnehmer:innen sowie von Herrn Brotsack zur aktuellen Entwicklung einzuholen.
Im zweiten Teil des Webinars wurde das Projekt BioH2Region vorgestellt. Dabei standen die Ziele des Projekts und konkrete Beteiligungsmöglichkeiten für Unternehmen, Kommunen und weitere Akteur:innen im Mittelpunkt. Ziel ist es, eine grenzüberschreitende Wissensplattform aufzubauen, die auf die Bedürfnisse von Klein- und Mittelbetrieben (KMU) zugeschnitten sind.
Im Rahmen des Projekts wird unter anderem auch eine sogenannte Roadshow unter dem Titel “Grüne Gase – Grüne Zukunft” durchgeführt. Dabei werden unterschiedlichste Themen rund um den Bereich Grüne Gase in diversen Informations- und Netzwerkveranstaltungen beleuchtet.
Interessierte KMU haben im Zuge des Projekts zudem die Möglichkeit einer Energiezellenmodellierung. Die Energiezellenmodellierung ist eine Simulation, mit der geprüft wird, welche Energielösungen für den eigenen Betrieb geeignet sind.
Bei Interesse stehen die Partner:innen des Konsortiums jederzeit gerne für Auskünfte zur Verfügung.